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Geschichte des Vereins

Worte zur Entstehungsgeschichte der
Kleingarten-Daueranlage „Am Bausenberg“ Coburg e.V.

 

Im Jahre 1952 mussten alle die in Notzeiten angelegten Kleingärten aus den Bereichen des Floßangers, der ehemaligen Radrennbahn am Hindenburgbad und der Rosenauer Straße geräumt werden. Die Stadt und die nach dem Kriege stark angewachsene Bevölkerung suchten nach neuem Lebensraum. Neue Industriebauten und Sportanlagen entstanden. Den Gartenfreunden dieser Gebiete wurde als Ersatz das ideal gelegene Geländer oberhalb der Griesbach´schen Porzelanfabrik am Bausenberg zur Verfügung gestellt.

In der Gründungsversammlung am 3. Februar 1952 schlug die Geburtsstunde des heute 98 Mitglieder zählenden Vereins. Dazu kommen nahezu 90 fördernde Mitglieder.

 

Viele Jahre schwerster Arbeit waren erforderlich, um das Ackerland in nutzbares Gartenland zu verwandeln und so eine mustergültige Anlage aus dem Nichts zu schaffen. Die Umzäunung der einzelnen Gärten, die Stromzufuhr, die Errichtung eines Pumphauses, die Verlegung einer Wasserleitung, die Anlegung der Haupt- und Nebenwege sowie eines Kinderspielplatzes in den Jahren bis 1959 – im Jahre 1981 kam noch der Bau einer Wasserstelle hinzu – geben ein beredtes Zeugnis von wirklicher Kleingarten-Entwicklungsarbeit. Dabei sollen die Unterstützung durch die Stadt Coburg und die Regierung von Oberfranken im finanziellen Bereich sowie die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Behörden nicht unerwähnt bleiben. Volles Lob verdienen die enormen Eigenleistungen der zahlreichen Kleingärtner.

 

Die Gartenanlage umfasst entsprechend der Mitgliederzahl 95 Kleingärten verschiedener Größe mit schmucken Häuschen auf einer Gesamtfläche von 42483m². Sie ging in dem im Jahre 1974 veranstalteten Wettbewerb des Standverbandes Coburg der Kleingärtner e.V. um die „Goldene Rose“ als Siegerin hervor und wurde zur schönsten Anlage erklärt.

 

Die im Jahre 1960 mit finanzieller Unterstützung der Brauerei Scheidmantel errichtete kleine Schutzhütte „Waldesruh“ (Hexenhäusle) war bald zu klein geworden. Es galt der eigenen Entwicklung und der des regen Ausflugverkehrs Rechnung zu tragen. So wurde in zwei größeren Bauabschnitten der Jahre 1967 und 1974 das Vereinsheim zu seiner jetzigen Größe erweitert. Diese Stätte bietet allen Besuchern einen stets erholsamen Aufenthalt in Mitten der grünen Natur.

 

Was aber wäre ein Schrebergartenverein ohne jene Männer gewesen, die ihn führten und durch ihr Opfer an Freizeit und Schaffenskraft zu seiner Entwicklung im Wesentlichen beitrugen. Die Namen Willy Krüger, Albert Bischoff, Alfred Menzel, Wilhelm Sauerbrey, Albin Müller und der über 15 Jahre in seinem Amt tätige Ehrenvorsitzende Hermann Schüffler sind in seine Geschichte eingegangen. Während ihrer Regierungszeit wurden die Gartensatzung mit Gartenordnung neu erstellt und mustergültige Pachtverträge geschaffen.

 

Seit dem Jahre 1981 führt den Verein Gartenfreund Waletr Klett der redlich bemüht ist, zum Wohle aller Gartenbesitzer und fördernden Mitglieder im Interesse einer guten Sache zu wirken. Die Kleingartenanlage am Bausenberg, die sich inzwischen als Gartenlandschaft längst auch zu einem öffentlichen Erholungsgebiet entwickelt hat, kann in unserer schnelllebigen Zeit gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Am Rande der Stadt gelegen hat sie als Hort der Erholung mit dazu beigetragen, die engere Heimat noch schöner zu machen.

 

Verfasser unbekannt / vor 1990 (vermutlich)